Manuelle vs. automatische Koloniezählung: Warum die besten Labore in ihre Mitarbeiter investieren

Seit Jahrzehnten gilt das manuelle Zählen von Kolonien als Goldstandard in mikrobiologischen Laboren. Erfahrene Laborfachkräfte entwickeln bemerkenswerte Fähigkeiten beim Zählen und bearbeiten Platten oft schnell und präzise mithilfe eines Zählers, einer Lupe und einer Lichtquelle.
Es steht außer Frage, dass das manuelle Zählen funktioniert.
Angesichts steigender Arbeitsbelastungen und höheren Anforderungen an die Reproduzierbarkeit stellt sich eine entscheidende Frage:

Ist das manuelle Zählen nach wie vor die beste Nutzung der Arbeitszeit eines qualifizierten Laborfachmanns?

 

 

Die versteckten Kosten der manuellen Zählung

Das manuelle Zählen ist zwar effektiv, jedoch auch monoton und körperlich anstrengend.

Nach stundenlangem Zählen von Platten leiden viele Laborfachkräfte unter folgenden Beschwerden:

  • Nacken- und Schulterverspannungen durch das Vorbeugen über die Platten
  • Handermüdung durch wiederholtes Klicken
  • Augenbelastung durch langes Fokussieren unter der Lupe

Hinzu kommt die Anforderung an die Reproduzierbarkeit. Manuelle Koloniezählungen unterliegen natürlichen Anwenderschwankungen. Selbst erfahrene Laborfachkräfte können – insbesondere nach langen Arbeitstagen oder bei der Auswertung durch verschiedene Mitarbeitende – leicht unterschiedliche Ergebnisse erzielen.

Das sind keine Fehler – sondern ein natürlicher Teil menschlicher Arbeit.. Die versteckten Kosten des manuellen Zählens

Eine bessere Art zu zählen

Die automatische Koloniezählung ist nicht dazu gedacht, das Laborpersonal zu ersetzen. Sie soll vielmehr den sich wiederholenden Teil der Arbeit übernehmen.

Durch die automatische Erkennung und Zählung von Kolonien profitieren Labore von einigen Vorteilen. Vor allem aber behält das Laborpersonal die Kontrolle. Automatisierte Zählungen können von der Person, die die Probe am besten kennt, überprüft, angepasst und freigegeben werden.

  • Schnellere Probenverarbeitung
  • Konsistentere und besser reproduzierbare Ergebnisse
  • Geringere Belastung von Nacken, Händen und Augen
  • Digitale Aufzeichnungen, die die Rückverfolgbarkeit verbessern

Die Automatisierung unterstützt das Fachwissen des Laboranten, sie ersetzt es NICHT.

 

Die Zukunft der Koloniezählung

Laborfachkräfte tun weit mehr, als nur Kolonien zu zählen. Sie werten Ergebnisse aus, untersuchen unerwartetes Wachstum, wahren Qualitätsstandards und stellen sicher, dass jeder Test korrekt durchgeführt wird.

Diese Aufgaben erfordern Erfahrung und wissenschaftliches Urteilsvermögen.

Da sich die Labortechnik ständig weiterentwickelt, werden wiederkehrende Aufgaben zunehmend automatisiert , während qualifizierte Fachkräfte sich auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren, bei denen ihr Fachwissen den größten Einfluss hat.

Bei der Zukunft der Koloniezählung geht es nicht um die Entscheidung zwischen Menschen oder Maschine.

Es geht vielmehr darum, dass Menschen durch Automatisierung gestärkt werden.

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