Bei der Spiralplattierung handelt es sich um eine in den USA offizielle und von der AOAC (Association of Official Analytical Chemists, dt. Verband der amtlichen Chemiker) anerkannte Methode (1977. J AOAC Int, 60: Methods). Bei dieser Methode wird die Platte mit einem bekannten Probenvolumen vom Zentrum ausgehend spiralförmig Richtung Peripherie beimpft, was mit einer Abnahme der Probenkonzentration (Verdünnung) während des laufenden Verfahrens einhergeht.
Der Spiralplater ist ein 2-in-1-Gerät: Verdünnung und Ausplattierung in einem Schritt Mit dem Eddy Jet 2W, dem Spiralplater von IUL, lassen sich bei der Keimzahlbestimmung in Mikrobiologielabors die Kosten pro Test senken, manuelle Arbeitsschritte reduzieren und Verbrauchsmaterial einsparen.
Dieser Spiralplater mit seiner kreuzkontaminationsfreien Technologie automatisiert, standardisiert und rationalisiert das Beimpfen von Petrischalen und setzt damit neue Maßstäbe. Mikrospritzen verleihen diesem einzigartigen, unvergleichlichen System zusätzliche Vorteile, die es zu einem Topseller machen.
Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der Spiralplattierung
1973 stellte Dr. Ed Campbell im Rahmen der Markteinführung des „Model A Spiral Plater“ (Spiral Systems, Cincinnati, OH, USA) die Methode des spiralförmigen Ausplattierens erstmals vor. Dabei wurde die Probe entsprechend einer archimedischen Spirale ausplattiert. Diese Spirale entsteht, wenn bei einer Drehbewegung der Radius proportional zum Drehwinkel wächst (r = a0).
Das Muster bei der Spiralplattierung entsteht, indem der Winkel und der Radius vom Zentrum aus in Richtung Peripherie der Schale, bei gleichzeitiger Reduktion der Fließgeschwindigkeit der Probe, vergrößert werden. Außerdem wird das ausplattierte Probenvolumen pro Flächeneinheit in Richtung Ende der Spirale hin reduziert, womit ein Verdünnungseffekt von bis zu 3 Verdünnungsstufen (10-1, 10-2, 10-3) erzielt wird.
Liefert die Spiralplattierung die gleichen Ergebnisse wie die herkömmlichen Methoden?
1973 verglichen Gilchrist et al. die Spiralplattierung mit dem Plattengussverfahren, unter Verwendung von Rein- und Mischkulturen. Die mit der Spiralplattierung erzielten Ergebnisse zeigten keine Varianzunterschiede, wobei die Vertrauensgrenzen innerhalb der Fehlergrenzen der herkömmlichen quantitativen Methoden lagen.
1977 verglichen Jarvis et al. die Spiralplattierung mit dem Plattengussverfahren, dem Oberflächen-(Ausstrich-)verfahren und dem Tropfplattenverfahren, wobei 4 Lebensmittelarten verwendet und die Proben von verschiedenen Mikrobiologen, vom Anfänger bis hin zum Experten, bearbeitet wurden. Die Ergebnisse zeigten keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den einzelnen Methoden, weder zwischen den verschiedenen Lebensmittelarten noch zwischen den unterschiedlichen Mikrobiologen. Allerdings waren die Abweichungen in der Gruppe der verschiedenen Mikrobiologen bei Anwendung der Spiralplattierung geringer.
In vielen Fällen kann der Einsatz der Spiralplattierung anstelle anderer Methoden zur quantitativen Bestimmung lebensfähiger Mikroorganismen (Keimzahlbestimmung) in Lebensmitteln vorteilhaft sein. Bei Jarvis et al., die 100 Koloniezählungen mit der Spiralplattierung durchführten, betrug der Arbeitsaufwand im Vergleich zum Tropfplattenverfahren lediglich 31 %.
Vorteile der Spiralplattierung
- Reduziert die für die mikrobiologische Untersuchung erforderliche Anzahl an seriellen Verdünnungen. 3 Verdünnungen auf 1 Platte!
- Reduziert die Anzahl benötigter Petrischalen. Aufgrund der geringeren Anzahl an Verdünnungen werden weniger Petrischalen benötigt.
- Die Wachstumsrate innerhalb einer Spezies ist dieselbe, was entsprechend zu etwa gleich großen Kolonien führt.
- Die Anwendung der Spiralplattierung ermöglicht die Rationalisierung des Prozesses. In den meisten Fällen muss nur ein Teil der Agarplatte ausgezählt werden.
- Es können Petrischalen mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet werden: 90, 100 oder 150 mm.
Vorteile des Eddy Jet
Mit dem Spiralplater von IUL kommen die Vorteile der Spiralplattierung – Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie der Sicherheit der Methode – noch besser zum Tragen.

- Intuitive Schnittstelle ohne Rüstzeiten

- Mit Elektronenstrahlen sterilisierte Mikrospritzen, wodurch der Reinigungszyklus entfällt und viel Zeit eingespart werden kann

3. Microcontroller-gesteuerte Schrittmotoren steuern die hochpräzise Mikrospritzen-Flüssigkeitsdosierung des Geräts

4. Unterschiedliche Pipettiervolumenund Beimpfungsmuster, je nach Programm. Präzises Ausplattieren in verschiedenen Mustern, beispielsweise proportional, logarithmisch oder linear

5.Vermeidung von Kreuzkontamination
Eddy Jet – mehr als 25 Spiralplattierungsmodi
Der Eddy Jet bietet mehr als 25 Programme für die Spiralplattierung. Jedes Programm entspricht einer bestimmten Art des Ausplattierens von Flüssigkeiten entlang der Spirale und eignet sich für das schnelle Ausplattieren, selbst bei hochkonzentrierten Proben.

Standardmodus: Exponentiell
Die Probe wird in einer exponentiellen Verdünnung ausplattiert – für Keimzahlbestimmungen mit der Spiralplattierung und die Isolierung einzelner Kolonien.

Modus: Langsam exponentiell
Kommt zur Anwendung, wenn organische Verbindungen, wie beispielsweise Ethanol, ausplattiert oder wenn Nassplatten verwendet werden – verhindert, dass die Spiralen aufgrund der Zentrifugalkraft zerfließen.

Modus: Proportional
Von Nutzen zur Verstärkung der Reaktion von Bakterienpopulationen auf antimikrobielle oder mutagene Agenzien in ihrem schmalen Gradientenbereich.

Modus: Gleichmäßig
Die Probe wird über den gesamten Weg der Spirale mit konstanter Geschwindigkeit ausplattiert.

Modus: Rasen
Von Nutzen für Tests, die eine präzise und gleichmäßige Verteilung von Substanzen oder Mikroben über die ganze Platte erfordern, wie beispielsweise Plattendiffusionstests.
Eddy Jet 2W, more productivity for microbiology labs
Eddy Jet 2W is mostly used by food, cosmetic and pharmaceutical labs, but any microbiology lab can largely benefit from its use. Eddy Jet 2W reduces cost per test, hands on time, and consumable use during bacterial enumeration while increasing a microbiology lab’s productivity.