Der erste Lateral-Flow-Assay (Lateral-Flow-Test), ein einfacher Schwangerschaftstest für die Heimanwendung, kam 1984 in den Handel. Heute, im Zuge des jüngsten unaufhaltsamen Trends zu tragbarer Technologie und sogenannten „Wearables“ (am Körper getragen oder in Kleidungsstücke eingearbeitete Technologie), werden die Lateral-Flow-Assays immer populärer. Dieser neue Trend steuert das Lateral-Flow-Teststreifen-Geschäft in Richtung einer industriellen Schnittstelle, welche die Verbindung mit großen Daten- und Expertensystemen ermöglicht, wenn eine Echtzeit-Datenübertragung für gute und bessere Entscheidungen unerlässlich ist.

Die Entwicklung der Lateral-Flow-Assays führt augenscheinlich von den Tests zum Ablesen hin zu fortschrittlicheren Geräten und elektronischen Versionen, und damit zur Untersuchung von Kennzeichnungsstrategien für visuelle Erkennungs- und Erfassungselemente sowie der relativen Vorzüge von optischen und elektromechanischen Wandlern.

Die Notwendigkeit eines Lateral Flow Readers

Man kann sich bei einem kolorimetrischen Test fragen, warum ein Lateral Flow Reader (Lateral-Flow-Lesegerät) notwendig sein soll, wenn das Ergebnis mit bloßem Auge abgelesen/interpretiert werden kann? Die meisten herkömmlichen Flow-Tests wurden für die qualitative Analyse konzipiert, also für Tests, die in Anwesenheit eines Proteins eine Farbänderung anzeigen, welche das menschliche Auge ohne die Hilfe eines Geräts ablesen kann.

Obwohl das Prinzip der Farberkennung/des Ablesens einfach, direkt und benutzerfreundlich ist, können unterschiedliche Farbwahrnehmung, aufgrund von Alter, Sehvermögen und anderen, psychologischen Faktoren, oder das Auftreten schwacher Testlinien, deren Farbe schlecht vom Hintergrund, der Nitrocellulosemembran, zu unterscheiden ist, zu Fehlinterpretationen/Ablesefehlern führen.

Daher ist die Entwicklung eines integrierten optischen Lesers, der in der Lage ist, das Farbsignal dieser Tests in ein präziseres, quantitatives Ergebnis umzuwandeln, für die Point-of-Care-(POC-)Diagnostik (patientennahe Labordiagnostik), zur Unterstützung in der Entscheidungsfindung, unbedingt notwendig.

Eigenschaften eines Lateral Flow Readers

Durch ein Lesegerät in Ergänzung zu den Lateral-Flow-Assays können wir einem einfachen visuellen Test mehr Glaubwürdigkeit verleihen, unter Wahrung der Geschwindigkeit, Kosteneffizienz und Kundenfreundlichkeit. Im Hinblick auf alle Eigenschaften und Vorzüge eines Lateral Flow Readers sind die Folgenden die wichtigsten:

  • Objektivität: Das Zielmolekül kann detektiert und sogar quantifiziert werden, womit der Faktor Subjektivität des menschlichen Auges bei der Interpretation ausgeschlossen werden kann. Außerdem kann mit einem Lateral Flow Reader die Probenvariabilität reduziert und gleichzeitig die Reproduzierbarkeit erhöht werden.
  • Rückverfolgbarkeit: Die Bilder und Analyseergebnisse können gespeichert werden, das heißt volle Rückverfolgbarkeit ohne manuelle Eingabe von Ergebnissen. Vermeidung von Tippfehlern und kein Bedarf an Fachkräften.
  • Konnektivität: Die Ergebnisse können in Echtzeit versandt und ins Laborinformationssysteme (LIS) integriert werden. Auch die Verbindung mit tragbaren Geräten, wie Smartphones oder Tablets, oder mit Clouds, lokalen Netzwerken oder sogar dem Internet ist möglich.
  • Präzision: Die Tests können schnell abgelesen werden, ohne dass ausgebildete Fachkräfte anwesend sein müssen.

Stand-alone- oder smartphonebasierte Lateral-Flow-Leser?

Online-Gesundheitsversorgung oder Gesundheitsversorgung per Handy ist ein aufstrebender Zweig der Point-of-Care-Diagnostik. Das schnelle Wachstum und die Nachfrage nach dieser fortschrittlichen Technologie haben das Smartphone in eine allgegenwärtige integrierte Plattform verwandelt, die zur Bilderfassung/-bearbeitung, als Display, zur Datenverarbeitung und Speicherung sowie zur Kommunikation genutzt werden kann.

Doch was sollte bei der Wahl eines Lateral Flow Readers berücksichtigt werden? Die Hauptstärken eines Lateral Flow Readers sind SensitivitätKostenEinfachheit und KonnektivitätObwohl Stand-alone- und smartphonebasierte Lateral-Flow-Leser über drei der vier Eigenschaften verfügen, wird die Sensitivität bei Smartphone-Lösungen in der Regel zu niedrig angesetzt (Publikation) und bei Stand-alone-Lateral-Flow-Lesern bis zu einer im Vergleich zur Sensitivität eines Lateral-Flow-Assays 3-mal höheren Sensitivität verstärkt.

Reproduzierbarkeit und Wiederholbarkeit der Ergebnisse sind für jedes (Mess-)Gerät ein Muss. Kann die Interpretation desselben Tests mit einem Smartphone dem gerecht werden? Wenn wir mit einem Handy Simultanaufnahmen machen, werden diese unter gleichen Bedingungen (Distanz, Blickwinkel und Licht) aufgenommen?

iPeak® Der Lateral Flow Reader von IUL

Beim iPeak® handelt es sich um einen kolorimetrischen Lateral Flow Reader, der die Farben jeglicher Tests verstärkt. Zudem ist er mit der Flash-Eye-Technologie ausgestattet und liefert damit reproduzierbare und wiederholbare Ergebnisse.

Mit dem iPeak® können die Ergebnisse exportiert und ausgedruckt, oder in Echtzeit versandt, oder mit nur einem Klick in ein beliebiges Laborinformationssystem (LIS) integriert, oder an einen Server übermittelt werden. Ansatzpunkt und Ziel ist höchste Sensitivität, um die Linien (Kontroll-/Testlinien) von Lateral-Flow-Assays erkennen und sogar quantifizieren zu können.

Die Flash-Eye-Technologie vereint das gesamte Know-how der IUL in der Bilderfassung und -verarbeitung und ist mit ihrem außergewöhnlichen Dynamikbereich (Kontrastumfang) in der Lage, die Farben jeglicher kolorimetrischen Lateral-Flow-Assays für die visuelle, qualitative und quantitative Auswertung zu verstärken. iPeak® ist präzise und damit ein optimales und unübertroffenes Tool, wenn es um das Auslesen eines Schnelltests geht.